Geometrie-Ausführungen der Exzenterschneckenpumpen:

Im modularen Baukastensystem die richtige Geometrie für jeden Anwendungsfall finden

Die NEMO® Exzenterschneckenpumpe zählt zur Gruppe der rotierenden Verdrängerpumpen, deren zwei Förderelemente aus dem rotierenden Rotor und dem feststehenden Stator, in welchem sich der Rotor drehend bewegt, bestehen.

Das modulare Baukastensystem ergibt sich durch die jeweils gleichen Außenabmessungen der Pumpen sowie gleichen Anschlüssen an Saug- und Druckseite bei allen vier Geometrien. Mit Ausnahme von Rotor und Stator sind alle weiteren Bauteile identisch ausgeführt. Das heißt, dass bei nachträglicher Änderung von Fördermenge oder Druck, bei bereits installierten NEMO® Exzenterschneckenpumpen, durch einen einfachen Austausch von Rotor und Stator, diese auf die neuen Einsatzbedingungen adaptiert werden können.

S/L Geometrie

Die schraubenförmig gewundene und mit einem Kreisquerschnitt versehene Exzenterschnecke/Rotor, die mit sehr großer Steigung und großer Gangtiefe versehen ist, bewegt sich drehend oszillierend im feststehenden Stator, der eine Innenschnecke gleicher geometrischer Verhältnisse aufweist, jedoch mit doppelter Gangzahl versetzt um 180 Grad und doppelter Steigung ausgeführt ist.

Bedingt durch diese halb-gängige Geometriepaarung ergeben sich zwischen Rotor und Stator Förderkammern, in denen das Medium durch die Drehbewegung des Rotors im Stator schonend und kontinuierlich von der Saug- zur Druckseite transportiert wird. Über Rotor-/Stator-Steigung, Durchmesser und Exzenter, sowie der Pumpendrehzahl, wird die Fördermenge bestimmt.

Das Druckvermögen ergibt sich aus der Stufenanzahl, wobei der Differenzdruck je Stufe bis zu sechs bar beträgt. Die zweistufige NEMO® Pumpe mit S-Geometrie erreicht Differenzdrücke von bis zu zwölf bar bei einer Fördermenge von 100 Prozent. Die einstufige NEMO® Pumpe mit L-Geometrie hat die gleichen Außenabmessungen wie die zweistufige Pumpe mit S-Geometrie, verfügt jedoch über die doppelte Rotor-/Stator-Steigung bei gleichem Durchmesser und Exzenter. Damit erreicht diese Pumpe eine Fördermenge von 200 Prozent bei einem Differenzdruck von bis zu sechs bar.

Die S-Geometrie

  • Sehr schonende Förderung
  • Kompakte Abmessungen bei hoher Stufenzahl
  • Große Eintrittsquerschnitte
  • Niedrige Strömungsgeschwindigkeiten/NPSH
  • Förderung auch von stichfesten Produkten
  • Förderung von großen Feststoffen

Die L-Geometrie

  • Guter volumetrischer Wirkungsgrad
  • Hohe Standzeiten auf Grund langer Dichtlinie zwischen Rotor und Stator
  • Kompakte Abmessungen in Verbindung mit großen Fördermengen

D/P Geometrie

Die schraubenförmig gewundene und mit einem elliptischen Querschnitt versehene Exzenterschnecke/Rotor, die mit großer Steigung und großer Gangtiefe versehen ist, bewegt sich auf einer Exzenterkreisbahn im feststehenden Stator, der eine Innenschnecke gleicher geometrischer Verhältnisse aufweist, jedoch mit 1,5 facher Gangzahl versetzt um 120 Grad und 1,5 facher Steigung ausgeführt ist.

Bedingt durch diese zwei/dreigängige Geometrie ergeben sich zwischen Rotor und Stator Förderkammern, in denen das Medium durch die Drehbewegung des Rotors im Stator schonend und kontinuierlich von der Saug- zur Druckseite transportiert wird. Bei diesen Geometrien werden je Rotorumdrehung die Förderkammern zweimal durchfahren, wobei sich in Verbindung mit einem Kammervolumen von circa 75 Prozent im Vergleich zu ein/zweigängigen Geometrien eine Fördermenge von 150 Prozent ergibt. Über Rotor-/Stator-Steigung, Ellipsendurchmesser, Exzentrizität sowie der Pumpendrehzahl wird die Fördermenge bestimmt.

Das Druckvermögen ergibt sich aus der Stufenanzahl, wobei der Differenzdruck je Stufe bis zu sechs bar beträgt. Die zweistufige NEMO® Pumpe mit D-Geometrie erreicht Differenzdrücke von bis zu zwölf bar bei einer Fördermenge von 150 Prozent im Vergleich zur halbgängigen S-Geometrie. Die einstufige NEMO® Pumpe mit P-Geometrie hat die gleichen Außenabmessungen wie die zweistufige Pumpe mit D-Geometrie, verfügt jedoch über die doppelte Rotor-/Stator-Steigung bei gleicher Ellipse und gleichem Exzenter. Damit erreicht diese Pumpe eine Fördermenge von 300 Prozent bei einem Differenzdruck von bis zu sechs bar im Vergleich zur halbgängigen S-Geometrie.

Die D-Geometrie

  • Sehr kompakte Abmessung bei hohen Drücken und Fördermengen
  • Nahezu pulsationsfreie Förderung
  • Hohe Dosiergenauigkeit

Die P-Geometrie

  • Kompakte Abmessung in Verbindung mit sehr großen Fördermengen
  • Nahezu pulsationsfreie Förderung
  • Hohe Dosiergenauigkeit
  • Guter volumetrischer Wirkungsgrad
  • Hohe Standzeiten auf Grund langer Dichtlinie zwischen Rotor und Stator