Entleerung aus Tankwägen

Spezielle Drehkolbenpumpen erfüllen selbst strengste gesetzliche Ansprüche bei der Förderung von Fettsäure

Jeder gewerbliche und industrielle Betrieb in Europa unterliegt heutzutage einer Vielzahl an Vorschriften zum Schutz von Personal, Verbrauchern und Umwelt. Dies betrifft nicht nur die herstellenden Maschinen selbst, sondern auch die verwendeten Pumpensysteme.

 

Hintergrund

Vor allem die Kosmetik- sowie die Farben- und Lackindustrie benutzen Fettsäuren in ihren Produktionsprozessen. Je nach chemischer Zusammensetzung, Konzentration und Flüchtigkeit können die Säuren jedoch bei ungeschütztem Kontakt die Haut oder sogar die Atemwege verätzen. Das Medium fällt daher in den Bereich der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft), die Emissions- und Immissionsgrenzwerte nicht nur für Abgase, sondern auch für alle Arten von Gefahrstoffen und Umgebungs-belastungen enthält. Sie schreibt vor, dass Fettsäuren nicht mit der Atmosphäre in Kontakt treten dürfen.

 

Aufgabe

Die bestehende Zahnradpumpe, die der Hersteller bislang zur Beschickung seiner Tankwagen benutzt hatte, konnte diese Vorgabe nicht mehr erfüllen und musste daher ausgetauscht werden. Hinzu kommt, dass das klebrige und temperaturempfindliche Medium bei 70°C gefördert werden muss, um fließfähig zu bleiben. Gleichzeitig ist der Aufstellungsbereich wegen möglicher Gasansammlungen als Ex-Zone 1 deklariert, die Pumpe hat daher ATEX-konform zu sein.

 

Lösung

Um beiden Vorschriften, TA Luft und ATEX, zu genügen, ließ der Betreiber Anfang 2014 eine Drehkolbenpumpe vom Typ T.Proc® installieren, die eigens für solche schwierigen Medien entwickelt wurde. Aufgrund des aggressiven Stoffs und der hohen Fördertemperaturen wurde eine Ganzmetall-Ausführung gewählt. Der dabei verwendete, hochfeste Stahl ist extrem widerstandsfähig, was eine lange Lebensdauer der Pumpe sicherstellt. Zusätzlich erlaubt dieser Werkstoff eine Fertigung mit sehr geringen Spaltmaßen zwischen Drehkolben und Gehäuse, woraus sich ein hoher Wirkungsgrad ergibt. Die Pumpe verrichtet seit Anfang 2014 zuverlässig ihren Dienst und befüllt die Tankwagen des Herstellers mit 20 m³/h bei einem Druck von 2,5 bar. Alle gesetzlichen Vorgaben, einschließlich der TA Luft, werden dabei streng eingehalten.

Technische Daten

Ihr Gerät ist zu klein, um diese Tabelle zu zeigen.
NETZSCH TORNADO® T.Proc Drehkolbenpumpen
MediumFettsäure
Fördermenge20 m³/h
Druck2,5 bar

Produkte

TORNADO® Drehkolbenpumpe T2

Die TORNADO® Drehkolbenpumpe ist eine rotierende Verdrängerpumpe. Die Fördermenge wird durch gegenläufig rotierende Förderelemente innerhalb einer Kammer (Pumpengehäuse) erzeugt. Das Fördermedium wird innerhalb des Pumpengehäuses von den Förderelementen von der Saugseite zur Druckseite verdrängt.

NETZSCH Behälterentleerungen

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Literatur