Aggressive Schlammbehandlung

Aggressiver Goldschlamm: Spezielle Pumpentechnik ermöglicht lange Standzeiten auch ohne Zugabe von Wasser

Die weltweite Nachfrage nach Gold und Silber ist ungebrochen: Nicht nur sind die Edelmetalle als Geldanlage begehrt, auch als Werkstoff sind sie für die moderne Industrie unersetzbar.                         

 

Hintergrund

Der Abbau allerdings stellt für die verwendeten Maschinen eine starke Belastung dar und kann den Preis des Rohstoffs weiter verteuern. So ist beispielsweise der Schlamm aus gebrochenem, goldhaltigem Gestein, der zur chemischen Extraktion geleitet wird, extrem abrasiv und kann Fördersysteme innerhalb von wenigen Tagen zerstören. Die Zugabe von Wasser ermöglicht zwar den Transport, erhöht jedoch den Aufwand bei der anschließenden Konzentration des Goldes.  

 

Aufgabe

Auf der Suche nach Alternativen wurde in einem Abbaugebiet versuchsweise eine Pumpe eines anderen Herstellers eingesetzt, allerdings war bereits nach zwei Tagen das Pumpengehäuse völlig zerstört. Grund dafür ist die hohe Abrasivität des Goldschlamms: Die enthaltenen Gesteinspartikel wirken vor allem bei hohen Drehzahlen wie Schmirgelpapier und nutzen alle Oberflächen in kürzester Zeit ab – bis hin zum Totalausfall der Anlage.    

 

Lösung

Dieser Effekt lässt sich nur durch eine besonders schonende Förderung auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß abschwächen, wie weitere Tests mit einer NEMO® Exzenterschneckenpumpe zeigten. Um die Anlage trotz der hohen Belastung möglichst langlebig zu gestalten, wählten die Konstrukteure von NETZSCH für den Rotor Wolframkarbid, das mit einer Mohs-Härte von 9,5 fast so widerstandsfähig ist wie Diamant und daher selbst von den schleifenden Steinresten kaum abgerieben wird. Für den Stator wurde SBE verwendet, ein Nitril-Werkstoff, der ebenfalls sehr abriebfest ist, gleichzeitig aber weich genug, um an den Berührungspunkten zum Rotor nicht zu schnell zu verschleißen. Darüber hinaus verbrauchen die Exzenterschneckenpumpen nur wenig Strom und lassen sich leicht reinigen oder warten, was die Betriebs- und Instandhaltungskosten reduziert. Entscheidend für die Goldförderung ist jedoch ihre Haltbarkeit: Im ersten Test lief die Pumpe drei Monate ohne Beschädigungen an Stator oder Rotor. Inzwischen hat der Minenbetreiber drei weitere NEMO® Pumpen installiert, die durchschnittliche Standzeit liegt bei rund 3,5 Monaten. Das übertrifft sogar die Lebensdauer der früheren Zentrifugalpumpen, die trotz Wasserzugabe nach drei Monaten komplett verschlissen waren.

Technische Daten

Ihr Gerät ist zu klein, um diese Tabelle zu zeigen.
NETZSCHNEMO® Exzenterschneckenpumpe
MediumGoldschlamm
Fördermenge10 m³/h
Drehzahl 130 U/min
Druck9 bar

Produkte

NEMO® SY Industrieausführung in Lagerstuhlbauweise mit freiem Wellenende

Die NEMO® SY Exzenterschneckenpumpe wird für anspruchsvolle Anwendungen in jedem Industriezweig weltweit eingesetzt. In Lagerstuhlbauweise und freiem Wellendende kann die Pumpe mit alle Antriebsarten angetrieben werden.

NEMO® BY Blockpumpe in Industrieausführung

Die NEMO® BY Exzenterschneckenpumpe kann in allen Industriebereichen eingesetzt werden, wo sehr unterschiedliche Medien gepumpt oder sehr genau dosiert werden müssen.

NEMO® Pumpe C.Pro®

Die NEMO® CY C.Pro® Dosierpumpe ist eine Voll-Kunstoffpumpe für das genaue Dosieren der verschiedensten Chemikalien in den Bereichen Umwelttechnik und chemische Industrie.

TORNADO® Drehkolbenpumpe T2

Die TORNADO® Drehkolbenpumpe ist eine rotierende Verdrängerpumpe. Die Fördermenge wird durch gegenläufig rotierende Förderelemente innerhalb einer Kammer (Pumpengehäuse) erzeugt. Das Fördermedium wird innerhalb des Pumpengehäuses von den Förderelementen von der Saugseite zur Druckseite verdrängt.


Literatur